Klage vom Gericht erhalten? Was tun?

Sie haben eine Klage / Klageschrift von einem Gericht (Amtsgericht oder Landgericht) erhalten? Sie halten den gelben Briefumschlag mit dem Zustellungsdatum in der Hand und fragen sich, was Sie jetzt tun sollen? Gern erläutere ich Ihnen, wie Sie sich im Falle einer Klage richtig verhalten.

Beachten Sie die Fristen

Das Wichtigste sind die Ihnen gesetzten Fristen (Anzeige der Verteidigungsbereitschaft, Klageerwiderung). Diese Fristen beginnen ab dem Tag der Zustellung der Klage an Sie zu laufen. Das Zustelldatum vermerkt der Zusteller meist auf dem gelben Briefumschlag handschriftlich. Dieses Zustelldatum ist ganz besonders wichtig. Sie sollten sich das Zustelldatum und die in der Verfügung des Gerichts genannten Fristen genau notieren:

Zustelldatum: X.X.2015
Frist zur Anzeige der Verteidigungsbereitschaft: X.X.2015
Klageerwiderungsfrist: X.X.2015

Beachten Sie die gesetzten Fristen nicht, so können Sie allein deshalb den Prozess verlieren. Alles, was verspätet vorgebracht wird, darf das Gericht nur berücksichtigen, wenn dies die Erledigung des Rechtsstreits nicht verzögert oder die Verspätung genügend entschuldigt wird.

Werfen Sie keines der Schriftstücke weg, auch nicht den Briefumschlag.

Sie glauben gar nicht, wie oft mir die Betroffenen nicht mehr sagen können, wann Ihnen eigentlich die Klage zugestellt worden ist, weil Sie den Briefumschlag in den Müll geworfen haben. Bewahren Sie also alles sorgfälltig auf.

Benötige ich einen Rechtsanwalt, der mich verteidigt?

Ja! Bei den Amtsgerichten können Sie sich selbst verteidigen. Vor Landgerichten herrscht Anwaltszwang, d.h. Sie müssen sich vertreten lassen. Sie können alle Erklärungen nur durch eine zugelassene Rechtsanwältin oder einen zugelassenen Rechtsanwalt abgeben. Schreiben Sie selbst das Gericht an, darf das Gericht Ihren Vortrag nicht berücksichtigen. Sie sollten sich immer anwaltlich vertreten lassen, auch vor Amtsgerichten. Nur ein Anwalt kann beurteilen, was für eine erfolgreiche Verteidigung notwendig ist. Verteidigen Sie sich selbst besteht die Gefahr, dass Sie etwas vortragen, was möglicherweise nachteilig für Sie ist, oder Sie machen Angaben, zu denen Sie gar nicht verpflichtet sind.

Typisches Beispiel Filesharingklagen

Da Amtsgericht bis zu einem Streitwert von 5.000 EUR zuständig sind, landen Klagen wegen Filesharing vor den Amtsgerichten. Die Rechtslage im Filesharing ist komplex, die Nichtjuristen ohne juristische Hiilfe kaum verstehen. Der Rechteinhaber lässt sich in der Regel von einer hochspezialisierten Kanzlei vertreten, die jede Aussage zu würdigen weiß. Sie könnten sich vor dem Amtsgericht auch selbst verteidigen. Glauben Sie mir, Ihre Selbstverteidigung würde in einer Katastrophe enden. Am Ende würden Sie das Klageverfahren sicherlich verlieren und die Kosten tragen müssen.

Machen Sie im Falle einer Klage keine Experimente. Beauftragen Sie mich mit Ihrer Verteidigung.

Eine erfolgreiche Verteidigung ist keine Glückssache,

sondern basiert auf Fachwissen und Erfahrung.

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Gericht die Klage am Ende abweist und dem Kläger die Kosten des Verfahrens auferlegt. Die Klageschrift sollte genaustens auf Schachstellen geprüft werden. Die Klageerwiderung muss auf alle Punkte der Klageschrift eingehen.

Handeln Sie sofort! Am besten Sie schicken mir jetzt Ihre Klage per Fax oder E-Mail sofort zu.

Ich sehe mir die Unterlagen dann so schnell wie möglich an und teile Ihnen meine Ersteinschätzung dazu mit.

Und das Beste daran: Meine Ersteinschätzung ist kostenlos für Sie!

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